von timbuktu | Dez. 5, 2012 | Entertainment
Mit herzlichen Empfehlungen von Tim Buktu:
Grüsse aus Norden
1 Reise / 2 x 1 Postkarte pro Reisetag / 49 Kartenpaare
Hej!
Die Tage im VW-Bus sind voller Überraschungen. Die Kinder sind wohlauf. Unser grosser Bub sagt immer: "Vielleicht finden wir ja einen Schatz!" Ich zeichne jeden Tag eine Postkarte. Matthias fotografiert täglich und macht dann einen Grossformat-Polaroid-Transfer auf Postkarte. Wir sammeln die Karten in einer Schatzkiste.
Wenn wir wieder daheim sind, machen wir mit den Postkarten eine Ausstellung. Ich freue mich, Dich dort zu treffen.
Grüsse aus Norden
Fabienne & Matthias
Ausstellung im Zollhaus Luzern
Fotografie: Matthias Jurt | Illustration: Fabienne Scherer
Vernissage: 8.12.2012 um 16:00 | Finissage: 15.12.2012 um 16:00
Öffnungszeiten täglich von 16:00 bis 20:00
von timbuktu | Nov. 8, 2012 | Entertainment
Ein gespieltes und getanztes Requiem auch für Unfromme
Südpol Luzern // 21. (Premiere), 22., 23. & 24. November 2012, jeweils um 20h
Reservation: www.sudpol.ch
Das Ende einer Liebe, einer Reise, eines langen Ausflugs – wir (zwei Tänzerinnen und zwei Tänzer, begleitet vom Requiem-DJ) nehmen voneinander Abschied, ohne zu wissen, was als nächstes auf uns zukommt. Das Gefühl, alles geht von uns weg in eine ungewisse Leere, erinnert an den Tod oder wie der Tod sein könnte. Wenn uns die Kraft fehlt Neues zu beginnen, nimmt der Wunsch nach Auflösung überhand. Lassen wir diese Auflösung zu oder hindern wir uns gegenseitig daran? Gemeinsam tanzen wir das scheinbare Ende unseres Lebens. Wir tun es nicht in stiller Trauer, sondern zelebrieren es in einem letzten FEST.
Mehr Informationen: www.irinalorez.ch
von timbuktu | Nov. 8, 2012 | Entertainment
Jeden Monat eine echte Postkarte in deinem Briefkasten. Persönlich, witzig, treu. Unterstütze dieses Projekt – sei ein Abonnent!
Seit Jahr und Tag schreibt der gute Postkartenfranz Woche für Woche seine Postkarten aus aller Welt. Bisher nur auf einem Blog, aber stets treu und herzlich. Nun möchte er seine hübsch bebilderten Grussbotschaften im Abonnement anbieten. Dazu braucht er 100 Gönner, die das Abo im Voraus bezahlen. Jawohl, so wollen es die Regeln von Ron Orp, auf dessen Crowdfunding-Seite Franz sein Postkartenabo lanciert hat. Die Zeit läuft ab jetzt. Wer das Projekt unterstützt, kann zwischen 1- und 2-Jahresabo wählen oder auch ein Postkartenbuch aus Franzens bisherigen Grüssen vorbestellen.
Das Postkartenabo vom Franz. Einmal zahlen, zwölfmal vor Freude jauchzen. Noch heute abonnieren auf www.100-days.net/de/projekt/postkartenabo-ch
von timbuktu | Juli 6, 2012 | Entertainment
Text von Beat Portmann
Lesung von Beat Portmann im Zug im Rahmen der Perfomance-Reise nach Emmenbrücke, 29.6.2012
Fünf Minuten von Luzern nach Emmenbrücke. Das sollten wir doch schaffen. Die verkniffene Stimme der unsichtbaren Bahnhofsfrau verstummt, die Passagiere verteilen sich über die Wagen, die Türen schliessen. Der Zug fährt an, mobilisiert seine ganze unglaubliche kreatürliche Kraft, 2620 Pferdestärken, beschleunigt mit einer Mühelosigkeit, als befände er sich in freiem Fall, von 0 auf 100 km/h in 23 Sekunden. 120 Tonnen Stahl auf Stahl, die Stränge, die die Welt bedeuten, in sie hinausweisen, aus den Tiefen der Erde gewonnen, im Fegefeuer geschmolzen und zu widerstandsfähigen Materialien legiert. Und die Welt setzt sich in Bewegung, während wir stillstehen.
Fünf Minuten – ist das wirklich ein exaktes Zeitmass? Sind wir überhaupt in der Lage, Zeit als lineares Verstreichen von Sekunden und Minuten zu empfinden? Für denjenigen, der sagt „nur noch fünf Minuten“, bedeutet dies etwas ganz anderes als für den Vertrösteten. Ein Popsong am Radio dauert in der Regel weniger als fünf Minuten, ebenso die Nachrichten. Fünf Minuten lang anstehen, eine lange Zeit. Fünf Minuten, wenn man in ein Gespräch vertieft ist – nichts. Noch fünf Minuten in einem Fussballspiel, das auf der Kippe steht, und die gegnerische Mannschaft greift an –. Fünf Minuten sind fünf Mal sechzig Sekunden. Jede Sekunde ein Wimpernschlag, ein Atemzug, ein Blick, eine Berührung. Die Geschichte ist eine endlose Aneinanderreihung von Sekunden – eine einzelne Sekunde kann den Lauf der Geschichte verändern. Sie glauben mir nicht? Denken Sie an Fukushima. Denken Sie an die Begegnung von Franz Ferdinand mit Gavrilo Princip auf der Lateinerbrücke. Oder die Sekunde, in der Eva die Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen pflückte. Fünf Minuten Schlaf, wenn morgens der Wecker klingelt – manche würden dafür ein Königreich geben, wenn sie denn eins hätten. Die letzten fünf Minuten der Verliebten, bevor sie sich trennen müssen/noch fünf Minuten, bis die Schule aus ist/fünf Minuten, bis der Zug fährt, und man steckt im Stau fest. Fünf Minuten bedeuten Dramatik, wie sie die Literatur kaum zu schaffen vermag, bedeuten aber auch Ödnis, einen gähnenden Blick in den Abgrund der Ewigkeit.
Fünf Minuten dauert die Fahrt sowohl mit der S18 wie der S9 von Luzern nach Emmenbrücke. Wir durchstossen Felsen, fahren im Dämmerlicht gemauerter Schluchten – ein kreuzender Zug taucht auf wie eine rätselhafte visuelle Erscheinung, zerreist unser Spiegelbild – wir rattern über Strassen und dann wieder unter ihnen hindurch, wir werfen einen Blick auf die geheimnisvolle fremde Stadt an den Rändern, auf Hinterhöfe, Balkone, Gärten, folgen dem Lauf der Reuss, bis sie sich mit der Emme verbindet.
Fünf Minuten, und dass es sich bei diesen fünf Minuten nicht einfach um nutzlose fünf Minuten handelt, ruft uns die Stimme der Bahnhofsfrau in Erinnerung, die in irgendeinem feuchten Kellergewölbe festgehalten wird und uns eine geheime Botschaft übermitteln möchte, aber niemand hört ihr jemals richtig zu.
Fünf Minuten, und wir überschreiten eine Grenze, ohne es zu bemerken, ohne uns dafür zu interessieren, obwohl uns Grenzen doch so viel bedeuten, Grenzen, ja Grenzen, die uns Sicherheit und Heimat und was auch immer bedeuten. Wir lieben Grenzen. Manche besonders dafür, dass man sie überschreiten kann, in verbotener Weise, denn Grenzen sind dazu gedacht, dass wir sie nicht überschreiten.
Wir das sind: der verstöpselte junge Mann mit Sporttasche, die Gruppe Jugendlicher, der Mann aus Nordafrika und die Frau des Gemeinderates, ein Hund und sein Herrchen, ein Business-Mann, der arbeitslos ist, aber seine Frau darf davon nichts erfahren, obschon sie es natürlich längstens ahnt, sind ein Clown, ein Arbeiter und eine mysteriöse Schöne, eine kleine, distinguierte Gruppe Kulturinteressierter und ein – . Der Zug bremst ab, verlangsamt die Fahrt, von 100 km/h auf 0, Rückgewinnung kinetischer Energie, das Zischen der Hydraulik. Fünf Minuten. Und wir sind da, sind da in Emmenbrücke.
von timbuktu | Juli 5, 2012 | Entertainment
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von timbuktu | Juni 26, 2012 | Entertainment
Freitag, 29. Juni 2012, 18.20 Uhr, Bahnhof Luzern, Gleis 7
Mit Judith Huber, Urs Leimgruber, Lime, Irina Lorez mit Anne-Christine Gnekow, Dashenka Prochazka und Ralph Rieben, Beat Portmann, Nicolas Turicchia und Ophelias Iron Vest
Tim Buktu nutzt den fussballfreien Tag zum Abschluss der Veranstaltungsreihe Viele Grüsse aus Emmenbrücke. Mit überraschenden Auftritten nähern wir uns im 5-Minuten-Takt dem Ziel dieser Reise. Emmenbrücke, 5 Minuten ab Hauptbahnhof.
Euer Reiseleiter Tim Buktu
Herzlichen Dank an Kanton Luzern, Fuka-Fonds, Gemeinde Emmen, Josef Müller Stiftung, Migros Kulturprozent, Gemeinnützige Gesellschaft Luzern, RKK, liembd.com und der Kunstplattform akku für die Unterstützung der gesamten Veranstaltungsreihe.